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Makuladegeneration

Die Makuladegeneration ist eine Erkrankung der Netzhautmitte. Sie ist altersbedingt und stellt in den Industrieländern die Hauptursache für Erblindung und schwere Sehbehinderungen im Alter dar. Weltweit sind rund 30 Millionen Menschen betroffen, allein in Deutschland gibt es rund vier Millionen Betroffene. Die Ursachen für die altersbedingte Makula-Degeneration (AMD) sind bisher unbekannt. Neben dem Alter gehören auch eine genetische Veranlagung, Nikotinkonsum, Bluthochdruck sowie Bewegungs- und Vitaminmangel zu den Risikofaktoren. Human eye cross-sectional view grayscale

Das Nachlassen der Sehschärfe zeit sich bei der AMD zunächst beim Lesen oder Autofahren, meist auf einem Auge. Bei etwa der Hälfte der Betroffenen macht sich die Erkrankung innerhalb von fünf Jahren auch auf dem zweiten Auge bemerkbar. In einem schleichenden Prozess kann die Sehschärfe bis zur Erblindung nachlassen.

Werden Gegenstände verschwommen, verzerrt oder nur noch als dunkler Fleck wahrgenommen, muss sofort ein Arzt aufgesucht werden!

Die meisten der Betroffenen leiden allerdings unter der trockenen Makula-Degeneration. Bei dieser Form der Makula-Degeneration sterben die Sehzellen durch stoffwechselbedingte Ablagerungen ab. Die Sehschärfe geht dabei schrittweise verloren, andere charakteristische Beschwerden treten nicht auf. Mitunter sind gelbe Fettablagerungen im Auge ein erster Hinweis auf die Erkrankung. In seltenen Fällen kann sich aus der trockenen eine feuchte Makula-Degeneration entwickeln. Dies außert sich durch einen beschleunigten Verlust der Sehkraft. Ausgelöst wird die Erkrankung durch undichte Blutgefäße am Rande der Makula. Sie ragen in die Netzhaut hinein und geben Flüssigkeit ab, wodurch die Netzhaut anschwillt – daher der Name. Gerade Linien werden verbogen oder wellenförmig wahrgenommen. Die nachlassende Sehkraft schränkt die Betroffenen im Alltag erheblich ein.

Die Behandlungsmöglichkeiten bei der trockenen Makuladegeneration sind eingeschränkt. In wenigen Fällen zeigt die sogenannte Rheopherese Erfolg: Ähnlich wie bei der Dialyse werden bestimmte Einweiße aus dem Blut gefiltert und dadurch die Fließeigenschaft des Blutes verbessert. Der Rand des Gesichtsfeldes bleibt oft erhalten, sodass die Betroffenen sich weitgehend selbstständig orientieren können. Eine frühzeitige Therapie kann ein Fortschreiten der feuchten Makula-Degeneration aufhalten. Mittels eines Lasers können die anormalen Blutgefäße verödet werden. Für diese sogenannte photodynamische Therapie wird ein lichtempfindlicher Farbstoff in die Armvenen gespritzt, der sich in den veränderten Blutgefäßen der Makula anreichert und durch Laserlicht aktiviert wird. Die führt zur Verödung der Gefäße. Stark vergrößerte Sehhilfen wie eine beleuchtete Leselupe, ein Bildschirmlesegerät oder Bücher in Großdruck können das Sehvermögen in der Nähe verbessern. Für das Sehen in der Ferne gibt es keine Hilfe.

Sehr gutes Video zur Makuladegeneration