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Brillen

So alt wie die Brillen sind auch die Vorurteile gegen deren Träger. Weil sich zunächst nur die Alterssichtigkeit mit konvex geschliffenen Linsen für den Nahbereich korrigieren ließ, assoziierte man Sehhilfen mit Gebrechlichkeit. Wer seine Augen verbarg, galt zudem als unaufrichtig. Dennoch entstanden prosperierende Glasschleifereien in Europa, die besten auf der Inselgruppe Murano vor Venedig. Das Wissen der Handwerker war so wertvoll, dass es ihnen unter Androhung der Todesstrafe verboten war, die Stadt zu verlassen. Dass sich die Brille letztlich verbreiten konnte, hat viele Gründe: wachsende Alphabetisierung, höhere Lebenserwartung, sinkende Kosten durch industrielle Herstellung und bessere Schleifmethoden, die auch bei Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmungen die passende Linse lieferten. Dank der Einführung der Krankenversicherung in Deutschland ab 1883 konnten es sich mehr Patienten erlauben, einen Augenarzt aufzusuchen.

Brillen im Wandel der Zeit

Nietbrille

Die Nietbrille: Die ersten Brillen in Europa bestanden aus zwei vernieteten Vergrößerungsgläsern wie hier zu sehen ist.

Lorgnette

Die Lorgnette: Ab dem 18. Jahrhundert war die “Lesebrille am Stil” ein vor allem bei Frauen beliebtes Accessoire.

Bifokalbrille

Die Bifokalbrille: 1885 noch Rarität. Zwei verschiedene Linsen pro Glas helfen gegen Kurz- und Weitsichtigkeit zugleich. © Muffet/Flickr

Im selben Jahrzehnt glückte den deutschen Ärzten August Müller und Adolf Gaston Eugen Fick unabhängig voneinander die Erfindung der Kontaktlinse. Doch die Sehhilfen hatten ihre Tücken. Müllers Linsen konnten nicht länger als eine halbe Stunde im Auge verbleiben und mussten unter Wasser eingesetzt werden. Die von Augenarzt Fick Entwickelte Variante (“Contactbrille”), die er zunächst an Kaninchen und dann im Selbstversuch getestet hatte, bestand aus schwerem braunem Glas und hatte rund 2 cm Durchmesser. Auch sie konnte sich nicht durchsetzen.

Im Zweiten Weltkrieg machte der britische Augenarzt Harold Ridley eine entscheidende Beobachtung: unter Beschuss geratene Piloten erlitten durch zerstörtes Cockpitglas oft Verletzungen am Auge. Die Splitter bestanden aus Plexiglas – und wurden nach dem Eindringen ins Auge gut vertragen. Weitere Vorteile des Materials: es war leicht und verfügte über eine hohe Brechkraft. Ende 1949 setzte Ridley im Londoner St. Thomas Hospital einer an grauem Star erkrankten Patienten die erste Intraokularlinse aus Plexiglas ein. Damit begann das Zeitalter der implantantiven Chirurgie, zu der auch lasergestützte Verfahren zählen.

Die alternde Gesellschaft wird der Geschichte der Augenheilkunde ein neues Kapitel bescheren. “ Wir wissen heute schon recht viel über Volkskrankheiten wie Makuladegeneration oder grünen Star“, sagt der Experte Eich darüber. “ Jetzt ist es wichtig, die Behandlungsmöglichkeiten auch für diesen altersbedingten Krankheiten weiter zu verbessern.“

Ich möchte meine Information zu den verschiedenen Arten von Brillen mit zwei wunderbaren Zitaten beginnen:

Das erste Zitat stammt von Frau Josef Strauß:

Selbst dann, wenn man eine rosarote Brille aufsetzt, werden Eisbären nicht zu Himbeeren.

Das zweite Zitat stammt von Alexandre Dumas der Jüngere:

Das Leben ist bezaubernd, man muss es nur durch die richtige Brille sehen.

Eine Sehhilfe ist eine Konstruktion, die vor den Augen getragen wird um eine Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Daher nennt man Brillen auch Korrektionsbrille oder Korrekturbrille.

Mit wenigen Einschränkungen besteht eine Brille aus zwei Brillengläsern, die vorher auf die gemessene Stärken des Trägers geschliffen wurden. Brillen gibt es seit fast 800 Jahren, damals wurde sie in Italien erfunden.

Es gibt unterschiedliche Sehhilfen für therapeutische, diagnostische und experimentelle Zwecke: Prismenbrillen, 3D Sehhilfen, Lupenbrillen, Frenzelbrillen, Videobrillen, Schutzbrillen, Maskenbrillen, Sonnenbrillen, Schminkbrillen und Taucherbrillen.

Die gängigsten und wichtigsten Brillen heutzutage sind: 

Lesebrillen, Gleitsichtbrillen, Sonnenbrillen und Bildschirmarbeitsplatzbrillen. Die genaueren Informationen finden Sie auf der jeweiligen Seite.

Aufbau einer Brille

Woraus besteht eine Brille?

Nasensteg: Nicht umsonst wird die Sehhilfe auch Nasenfahrrad genannt. Den größten Teil des Gewichts der Brille trägt die Nase. Daher muss der Nasensteg der Brille, der als Auflagefläche dient entsprechend sauber gearbeitet sein.

Stegplättchen: Die Stegplättchen dienen dem sicheren Halt der Brille auf der Nase. Die Stegplättchen können je nach Seitensteg oder Sattelsteg unterschiedlich sein.

Brillenbügel: Dieser muss direkt am Kopf und am Ohr vom Optiker für die optimale Passform angepasst werden. Er darf nicht drücken, sonst kann es zu Kopfschmerzen kommen, darf aber auch nicht zu locker sitzen, sonst kann die Brille herunter fallen.

Brillengestelle: Die Brillengestelle sind sehr modeabhängig und wechseln bei den Herstellern fast immer jährlich. Gerade bei den Marken und Designern kommen immer neue und verbesserte Brillengestelle auf den Markt.

Brillengläser: Hier gibt es gewaltige Qualitätsunterschiede. Experten sagen, dass die Gläser vom Hersteller Zeiss die besten Gläser seien, die es auf dem Markt gibt. Dafür aber auch mit die teuersten Gläser.

Wofür braucht man eine Sehhilfe?

Eine Sehhilfe wird benötigt um eine Fehlsichtigkeit auszugleichen. Zur Fehlsichtigkeit zählen die Weitsichtigkeit, die Kurzsichtigkeit und die Altersweitsichtigkeit, sowie auch die Hornhautverkrümmung.

Video über Fehlsichtigkeiten und Ausgleich mit einer Sehhilfe

Welche Arten von Sehhilfen wofür?

Für jede Form der Fehlsichtigkeit gibt es die unterschiedlichsten Brillenarten. Lesebrillen braucht man in der Regel ab dem 45. Lebensjahr, meist sind diese Lesebrillen auch die am häufigsten genutzten Brillen bei der Altersweitsichtigkeit. Wenn man beispielsweise am Arbeitsplatz eine Brille benötigt, mit der man nah am Schreibtisch arbeiten kann und auch bei einer gewissen Kurzsichtigkeit in der Entfernung scharf sehen will, dann benötigt man eine Gleitsichtbrille. Es sei denn, man will ständig zwischen einer Fernbrille oder einer Nahbrille wechseln.

Licht und Auge

Die große Bedeutung des Lichts für das menschliche Leben wird in einer Vielzahl von Redewendungen und Sprüchen angedeutet. wenn man sich überlegt, dass wir eigentlich überhaupt nur die Objekte sehen können, die entweder selbst leuchte (z.B. Sonne, Sterne, Glühwürmchen, glühbirne) oder aber jene, die Licht reflektieren, wird einem schlagartig die Abhängigkeit unserer Welt von Licht bewusst. Die Wahrnehmung unserer Umwelt ist ohne Licht nur in stark eingeschränktem Ausmaß möglich.

  • Es werde Licht
  • Mir geht ein Licht auf
  • Licht ins Dunkel bringen
  • Das Licht der Welt erblicken

Wie nimmt man Licht wahr?

Das Auge dient als Organ der Aufnahme von Licht. Der Lichtsinn ist im Zusammenspiel mit unseren anderen Sinnen wesentlich für eine erfolgreiche Orientierung in unserer Umwelt.

Um es wahrzunehmen, muss Licht durch die verschiedenen Augengewebe dringen und in der Netzhaut einen photobiochemischen Prozess in Gang setzen. Durch diesen wird das Licht in Nervenimpulse umgewandelt und über den Sehnerv in das Gehirn weitergeleitet. Dort erst entsteht dann der Eindruck des Sehens.