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Das Auge stellt ein zusammengesetztes optisches System dar. Das Licht durchdringt den Tränenfilm, die Hornhaut, die vordere Augenkammer, durchschreitet die Pupille, passiert die Linse, den Glaskörper und kommt schließlich auf der Netzhaut an.

Auf seinem Weg durch das Auge erfährt das Licht eine Reihe von Richtungsänderungen – es wird mehrmals gebrochen und gebündelt. Die Lichtbrechung findet im Wesentlichen an drei Grenzflächen statt.

  1. Luft/Tränenfilt/Hornhaut/Kammerwasser
  2. Kammerwasser/Linse
  3. Linse/Glaskörper

Bis zur Linse handelt es sich dabei um eine Brechung in der Größenordnung von +40 Dioptrien. Die Linse bricht das Licht im Durchschnitt nochmals um +20 Dioptrien. Die Gesamtbrechkraft des Auges beträgt also rund +60 Dioptrien. Es stellt demgemäß eine enorm starke Sammellinse dar, um auch große Gegenstände auf den winzigen gelben Fleck ins Auge zu bündeln.

Das Auge liegt in der Augenhöhle, die es vor äußeren Einwirkungen schützt. Der Augapfel, auch Bulbus (Zwiebel) genannt, hat einen Durchmesser von ca. 24mm und gleicht im Aufbau eher einer Zwiebel als einem Apfel. Von außen nach innen betrachtet, ist zuerst die Pupille sichtbar.
Sie kann sich öffnen und schließen, je nach Lichteinfall und Helligkeit. Die Hornhaut ist der Iris und der Pupille vorgeschaltet. Sie ist leicht gewölbt und klar, fest und doch empfindlich, damit sie das Auge vor Einflüssen von außen schützen kann. Die Hornhaut besteht aus mehreren Schichten. Es folgen die vordere Augenkammer, die Iris, die auch Regenbogenhaut genannt wird, die hintere Augenkammer und die Linse. Der Glaskörper ist eine gallertartige Masse, die den Augapfel rund und in Form hält.

Netzhaut und Makula

Dann kommen die Netzhaut, mit der Sie sehen, die Pigmentschicht, die das Auge von innen abdunkelt und die Aderhaut zur Versorgung der Netzhaut. Auf der Netzhaut findet das Sehen statt. Sie besteht aus Zapfen (verantwortlich für das farbliche Sehen) und Stäbchen (Hell-/Dunkelsehen). Die Makula (lat. für Fleck, auch gelber Fleck genannt) liegt in der Mitte der Netzhaut. Dort befindet sich die Stelle des schärfsten Sehens, die Fovea, die Netzhautgrube.

das Auge

Das Auge – ein kleines Wunder

Die Netzhaut wird durch den Glaskörper in die Augenhöhle gedrückt, so dass sie durch die Aderhaut besser versorgt werden kann. Ein Augeninnendruck von ca. 15mm HG ist für die optische Abbildung wichtig, denn er gewährleistet eine glatte Wölbung der Hornhautoberfläche und einen gleichbleibenden Abstand zwischen Hornhaut, Linse und Netzhaut. Die Netzhaut liegt lose über der Aderhaut und ist nur vorne und im Bereich des Sehnervs angewachsen. So kann das Auge besser auf Stöße reagieren. Treffen sich Lichtstrahlen in der Netzhautgrube, so ist dies die erstrebenswerte Rechtsichtigkeit.

Das ganze Auge ist verpackt in die Lederhaut. Die Lederhaut ist im vorderen Augenabschnitt weiß und von der Bindehaut überzogen. Die Bindehaut bekleidet die Rückwand der Lider und bildet einen Sack, der an der Lidspalte beginnend bis in die Augenhöhle hineinreicht, dort in einer großen Falte umschlägt und auf der vorderen Lederhaut bis zur Hornhaut aufliegt. Die oberste Schicht der Hornhaut geht über die Bindehaut. Die Bindehaut ist eine Schleimhaut, die durch Lidschlag mit einer feinen Fett- und Feuchtigkeitsschicht (dem Tränenfilm) überzogen wird. Die Tränenorgane schützen und spülen das Auge, wenn Fremdkörper ins Auge gelangen. Es bilden sich Tränen, eine klare, salzhaltige Flüssigkeit. Sie spülen die Fremdkörper aus dem Auge oder ermöglichen es, sie besser zu entfernen. Lesen Sie mehr über den Aufbau des menschlichen Auges

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